1985 in Frankreich

Samstag, 26. März 2011
Frank Bick
Seit jeher fahren Motorradfahrer aus Deutschland über die Alpen hinweg ins gelobte Land des Zweiradfahrers, nach Frankreich. Menschen mit weniger Vorbehalten gegenüber Bikern, kurvige Strecken, fantastische Ausblicke und Partys am Abend auf dem Camping waren die zentralen Gründe.
Die Fahrt startete oft in absolut uncoolen orangenen Kombis die über den schwarzen Lederklamotten getragen wurden.
1985 auf einer Autobahnraststätte. Links im Bild Brit D., dann Edwin Wijnbergen vom Motorrad-Zentrum-Niederrhein und ganz links Dietmar N. aus Moers.
Bei Autobahnfahrten war spätestens in Lyon oder bei Landstrassen Touren in Grenoble mit Ermüdungserscheinungen zu kämpfen. Man pausierte der Einfachheit halber 2-3 Stunden am Bike um dann weiter zu fahren.
Dietmar N. döst am warmen BMW K100 Block.
Belohnt wurden alle Torenfahrer dann mit der Hitze des Südens, den fantastischen Ausblicken und Kurven. Damals gab es kein Navi und man konnte noch Karten lesen. Man musste oftmals anhalten und die Strecke überprüfen.
Dietmar N. mit K100, Frank Bick mit BMW R60/5, schon damals sehr alt. Frank und Beifahrerin Annegret tragen die häufig belachten Schuberth Speed Golfball Helme. Sie machten aber tatsächlich wenig Geräusche und boten wenig Windwiderstand. In der Provence wurde mit T-Shirt gekruizt.
Die Abende wurden auf Campingplätzen verbracht. Nach dem obligatorischen Nudelgericht wurde bis in die Nacht gefeiert. Die anderen Camper beschwerten sich meist über den Lärm der Biker. Man zog dann runter zum Strand, wachte dort auch gelegentlich am nächsten Tag auf.
Brit D. und Annegret K. zwischen den beiden silber beschichteten Zelten von Sine, Modell Hobbit, heute Jack Wolfskin.