Tourenplanung mit kurviger.de

Frank Bick & Thomas Müller 2016
Routenberechnung mit kurviger.de / TestberichtAuch mit der BMW 800 GS bieten sich längere und auch kürzere Touren einfach an. Schon drei Tage genügen um eine kurze und inhaltsvolle Reise zu gestalten und dem Wesentlichen zu fröhnen, dem Fahren von Kurven in schönen Landschaften. Wer noch kein Navigationsgerät mit der Funktion kurvigste Strecke hat oder sich ein günstiges Gerät bei eBay besorgt, kann dennoch schnell die besten Strecken ermitteln, dank der Webseite http://www.kurviger.de. Man gibt Start und Zielpunkt ein, wählt kurvige Strecke aus, bestimmt die Streckenlänge und exportiert eine GPX Datei. In den Export Einstellungen wählt man am besten Track und Route aus, bei den Stützpunkten wählt man die Anzahl Mittel. Dann gibt man den Routen einen sinnigen Namen, zum Beispiel rheinberg_blankenheim, denn so wird später die Route nach dem Import auf dem Navi heißen. Wir haben bei unseren Geräten, Garmin Zumo 660, dann noch die Routenneuberechnung ausgeschaltet.

BMW F 800 GS und HPN Rally SportWir sind um 10:00 Uhr Montag morgens bei bestem Wetter losgefahren. Die ersten 136 km spulten wir auf der Autobahn ab. Drei Routen auf den Navis, leichtes Gepäck und gute Laune an Bord. Wir das heißt mein Freund Thomas Müller aus Moers und ich. Thomas fährt eine bildschöne HPN Rally Sport. Rund um den 2-Zylinder 2-Ventiler Boxermotor von BMW wird für gutes Geld ein gutes Motorrad in Bayern gefertigt. Bei der Aral Tankstelle in Blankenheim haben wir die erste Route gestartet, von Blankenheim nach Birkenfeld zum Campingplatz Waldwiesen.

HPN Rally Sport und BMW F 800 GS auf TourHPN Rally Sport und BMW F 800 GS auf TourHPN Rally Sport und BMW F 800 GS auf Tour

Die Strecke von Blankenheim nach Birkenfeld war äußerst schön zu fahren. Auf der Tankstelle starteten wir die Route und ließen uns vom Navi zum Anfangspunkt führen. Dann ging es über kleine Landstraßen los bis wir nach etwa 3 Stunden Birkenfeld erreichten. Man kann bei Landstraßen dieser Art von etwa 50 km Strecke pro Stunde ausgehen, wenn man nicht allzuviele Fotos macht und ständig Frikadellen futtert. Auf dem Camping gibt es einen schnuckeligen Teich der uns mit passender Abkühlung versorgte. Dann sind wir noch 40 km zum Erbeskopf gefahren, dem höchsten Berg im Hunsrück. Auf kleinen Straßen und Pisten, wie es sich fürs Endurowandern gehört.

Pipi beim Pi am ErbeskopfNee iss klar

So war der erste Tag schon fast vorbei, etwa 400 km Strecke mussten bewältigt werden. Da haben wir uns den Drink am Abend und ein wenig Rockmusik verdient.

Der Supermarkt ist nur 2 Minuten von dem Camping entferntWhen the Music is over und das Bier leer: Turn out the light.

Dank dem Bier und der Stereoanlage bestehend aus Tivoli Radio und Astell & Kern Player wurde es ein gemütlicher und rockiger Abend. In der Nacht kühlte es auf angenehme 18°C ab, am nächsten Morgen hatte sich jede Menge Tau auf Zelt und Motorrad gelegt. Ein Nescafé sollte die Geister wecken. Als Brenner kam der wahrscheinlich leichteste Gaskocher der Welt, der EOE Titanium vom Walkabout Bochum zum Einsatz. Unter Verwendung von Titan und Aluminium konnte so die ultimative Kombination aus Leistung und Gewicht geschaffen werden! Gewicht: 48g.



Nach dem leckeren Kaffee wurden unzählige leere Bierpullen entsorgt und eine 300 Kilometer lange Rundroute gestartet die auch mit kurviger.de generiert wurde. Man gibt einfach den Startpunkt und die Kilometer ein. Dann kann man sich noch aussuchen in welcher Himmelsrichtung die Tour verlaufen soll. Da wir aus dem Norden kamen wählten wir südöstlich von Birkenfeld. In anderen Fällen sollte man nach wenig Besiedlung und Bergen Ausschau halten. Auch diese Tour war wirklich fahrenswert. Durch Umleitungen wurden aus 300 geplanten allerdings 380 km Strecke. Wenn man den Neuberechnungsmodus aus hat, kann man mit Hilfe einer Karte einen Umweg zurück zur Route suchen, oder aber auf dem Navi den Maßstab verkleinern, so das man die farbig eingefärbte Route im Blick hat. Meist reicht es schon den Umleitungsschildern zu folgen. Ist man wieder auf der Route, startet das Navi automatisch wieder mit der Navigation.



Am dritten Tag ging es über Luxembourg zurück nach Blankenheim und dann auf der Autobahn nach Hause. Die Tour hat pro Kopf insgesamt 100 Euro gekostet, inklusive Campingplatz, Nahrung und Sprit. Wir sind etwa 1.000 km gefahren, wovon 700 km wirklich sehenswerte schöne Strecken waren. Unsere Heimat ist auch schön, es müssen nicht immer lange und ferne Reisen sein. Projekte wie kurviger.de helfen dabei diese Strecken auch leicht und ohne Aufwand zu finden. Und das kostenlos. Ich habe gleich einmal 10 Euro gespendet.