
Nun ist Butte heute kaum noch mit der Stadt der Minenarbeiter zu vergleichen, die Robert Frank zu seiner Zeit vorfand und auch von den Einfluss, den seine Bilder auf die Menschen außerhalb der USA ausübten und immer noch ausüben, ist hier nichts zu spüren.
Es scheint, als habe man in Butte keine Notiz von der Existenz dieser Bilder genommen. Die meisten Minen haben ihre Arbeit eingestellt und Butte erfüllt inzwischen wohl eher das Klischee einer typisch amerikanischen Provinzstadt. Im Zentrum der übliche Leerstand, einige Bars, die sich mühen, sich mit dem Ruhm vergangener Jahre über Wasser zu halten und immer wieder die Bilder aus den Tagen, als die Minen noch das Leben in Butte bestimmten.
Von den Bildern, die Robert Frank zum Leben der Menschen und der Stadt gemacht hat, fehlt jede Spur. Von den Gebäuden und den Straßenzügen, die auf seinen Bildern zu sehen sind existiert noch einiges, der Geist, den er in seinen Bildern beschworen hat, ist längst vergangen.



